Frühlingsopfer

Heute war Generalprobentag für das morgen stattfindende Konzert der Reihe „Zauber der Musik“ im Gewandhaus Leipzig, bei dem Cori O’Lan vom Ars Electronic Center in Linz ( @arselectronica ) zu Gast sein wird und für virtuelle Eindrücke sorgt, sozusagen auf einem riesigen Bühnenbild über dem Orchester. Das #mdrSinfonieorchester wird unter der Leitung von Chefdirigent Dennis Russell Davies Ravels Ballettmusik „Me mère l´oye“, Henzes „Barcarole“ und Strawinskys „La sacre du printemps“ spielen und aus den gerade gespielten Klängen wird mithilfe eines Grafikcomputers unmittelbar eine visuelle Welt entstehen, die auf einer Videoleinwand über dem Orchester zu sehen sein wird. Dabei sind vorrangig abstrakte, computergrafische Elemente zu sehen, die durch die gespielte Musik in Bewegung geraten, teils bizarr, teils bezaubernd schön. Das Tempo schafft die Bewegung und jede Aufführung wird ein neues einzigartiges Erlebnis. Spannend! Das muss man unbedingt live sehen, also kommen Sie morgen Abend 19:30 Uhr ins Gewandhaus. (Am Radio bei mdr-Klassik oder mdr-Kultur kann man aber auch ohne Bilder live mithören… 😉)

Das MDR-Sinfonieorchester mit Chefdirigent Dennis Russell Davies heute Vormittag bei der Probe, auf der Leinwand sind Livevisualisierungen von Cori O’Lan vom Ars Electronic Center Linz zu sehen.

In der Bildwelt zu Strawinskys Sacre taucht viel Bildmaterial von der damals in intellektuellen Kreisen Russlands viel Aufsehen erregenden anthropologischen Jesup North Pacific Expedition (1897-1902) auf, bei der Forscher die Lebensweisen der dortigen Völker mit archaischen Riten und Mythen dokumentierten. Auch für Strawinsky waren diese Forschungen und Bilder eine wichtige Inspirationsquelle für seine Komposition. Morgen werden sie in einer einzigartigen Bildkomposition zu Strawinskys Musik zu sehen sein.

Fotos: (Beitragsbild) Adam Markowski
die anderen Bilder und der Text: Susanne Schneider
#countdown #Generalprobe #mdrSO #DennisRussellDavies#Früh #Frühling #Frühlingsopfer #hörbar #sichtbar #Orchester#vollesHaus #Konzert #Leipzig #MusikERleben#ZauberDerMusik

Ein kleiner Insider am Rande: In Hans Werner Henzes Stück „Barcarole“ (mit dem Werktitel Barcarole meint er die Überquerung des Styx – jenes Flusses, der die irdische Welt vom Totenreich trennt) erklingt ein ganz besonderes Instrument. Eine Kontrabassklarinette. Nicht nur herrlich tief und voll klingend, es ist auch noch besonders schön anzusehen, hier ein kleiner Eindruck, den man aus Publikumsreihen sicher nicht sehen kann. (Kleiner Tipp, wenn Sie das Instrument am Sonntag im Konzert nicht nur hören, sondern auch sehen möchten, direkt hinter mir sitzen die Bassklarinetten – zwei normale und die noch tiefere Kontrabassklarinette, Andreas Pietschmann wird sie spielen. Und wenn er sie spielt, ist das für mich immer ein besonders schöner Moment. :-))

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: