Saisonstart #mdrSO100

Saisonstart!

Besser könnte der Bogen zu Beginn der neuen Saison nicht gespannt sein. In der vergangenen Woche war das #mdrSO in Weimar.

Zum Gedächtnis-Buchenwald-Konzert erklang u.a. Arthur Honeggers 3 Symphonie „Liturgique“. Dem einleitenden „Dies Irae“ (Tag des Zorns – Honegger lässt hier eine klanggewordene Vision des Jüngsten Gerichts entstehen), folgt im zweiten Satz der klagende Ruf „De profundis clamavi“ (Aus der Tiefe rief ich). Der letzte Satz der 3-sätzigen Sinfonie schließlich trägt den Titel „Dona nobis pacem“, ein andauernder Schrei nach Frieden, dem ein friedlicher Adagioteil folgt, der im Innersten berührt … das Publikum war tief ergriffen und dankte mit stehenden Ovationen.

Zur #mdrKlassik- Saisoneröffnung am kommenden Wochenende in Suhl und Leipzig erklingt nun von MDR-Chor und MDR-Sinfonieorchester gemeinsam eine weitere kraftvolle Friedensbitte. Frank Martin erhielt 1944 vom Schweizer Rundfunk einen ganz besonderen Auftrag: Noch während des Zweiten Weltkriegs wurde er gebeten, ein Chorwerk zu schreiben, das zum Ende der Kampfhandlungen aufgeführt und gesendet werden sollte. Nun steht es am Beginn dieser besonderen Spielzeit. #mdrSO100

»Das Oratorium wurde in der Hoffnung auf ein Kriegsende schon 1944 in Auftrag gegeben, und damit erklärt sich eigentlich schon die Aktualität in der heutigen Zeit.«

Alexander Liebreich, Dirigent des Konzertes

„Unter dem Eindruck der Grausamkeiten, die um die Schweiz herum in Europa und weltweit tobten, machte Martin sich an die Arbeit zu seinem Oratorium. Er wählte Bibelstellen aus und vertonte die apokalyptischen Schrecken ebenso wie die tiefe Hoffnung auf Frieden und selige Ruhe. Das groß besetzte Orchester malt seine Klangbilder in ungeheuer reichen Farben und der Chor, der immer wieder lange Passagen einstimmig singt, übermittelt eindringlich seine damals wie heute wichtige Botschaft, die dem Werk seinen Titel gab: Friede auf Erden – „In terra pax“. Im Oktober 1944 beendete Martin die Komposition. Noch mehr als ein halbes lahr musste sie auf ihre Uraufführung warten: Am 7. Mai 1945 wurde das Oratorium live aus Genf gesendet.“ (mdrKlassik)

Herzliche Einladung!

Samstag, 2.9., Suhl, 17 Uhr – Sonntag, 3.9., Leipzig, 19:30 Uhr

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